
Die mentale Rotationsaufgabe 3D
Die mentale Rotationsaufgabe 3D ist ein Paradigma der räumlichen Kognition, das verwendet wird, um zu messen, wie Individuen Objekte im dreidimensionalen Raum mental transformieren. Die Teilnehmer bewerten rotierte Stimuli und entscheiden, ob sie mit einer Referenzkonfiguration übereinstimmen, trotz Änderungen des Blickwinkels.
Inhaltsverzeichnis
Aufgabenformat | Mentale Rotationsaufgabe 3D Online & Im Labor
In der mentalen Rotationsaufgabe (3D Körperrotation) sehen die Teilnehmer Bilder einer abstrakten menschlichen Figur, die aus verschiedenen Blickwinkeln und Rotationswinkeln dargestellt werden. In dieser Aufgabe sehen die Teilnehmer Bilder, die abstrakte Darstellungen einer menschlichen Figur zeigen, die entweder von der Vorderansicht (Gesicht sichtbar) oder von der Rückansicht (kein Gesicht sichtbar) erscheinen können. In jedem Bild wird ein Glied (entweder ein Arm oder ein Bein) angehoben. Die Teilnehmer sollen entscheiden, ob das angehobene Glied das linke oder das rechte Glied ist. Jede Sitzung beginnt mit einem kurzen Übungsblock, um die Teilnehmer mit den Entscheidungsregeln vertraut zu machen, bevor die eigentlichen experimentellen Versuche beginnen. Während des Übungsblocks erscheinen Figuren in aufrechter Position, damit die Teilnehmer die Links-Rechts-Antwortregel lernen können. In der Hauptaufgabe werden dieselben Figuren in verschiedenen Rotationswinkeln und Aussichtsperspektiven präsentiert, was mentale Transformationen über Tiefen- und Perspektivwechsel erfordert.
Zwei Versionen der Mentalen Rotationsaufgabe (3D Körperrotation) sind verfügbar, jede optimiert für die Art des verwendeten Geräts und der Eingabemethode:
Desktop-Version
In der Desktop-Version erscheint eine Körperfigur in der Mitte des Bildschirms in jedem Versuch. Die Teilnehmer drücken D, wenn das angehobene Glied auf der linken Seite ist, und K, wenn es auf der rechten Seite ist. Übungsversuche verwenden aufrechte Figuren, während rotierte Figuren nur in der Hauptaufgabe eingeführt werden.
Mobile Version
In der mobilen Version wird dieselbe Aufgabenstruktur verwendet. Die Teilnehmer antworten, indem sie auf die Left- oder Right-Schaltflächen auf dem Bildschirm tippen. Übungsversuche verwenden aufrechte Figuren, während rotierte Figuren nur in der Hauptaufgabe eingeführt werden.
Mentale Rotationsaufgabe 3D Metriken und gesammelte Daten
Die mentale Rotationsaufgabe 3D erfasst eine Reihe von Verhaltensmessungen, die zeigen, wie Individuen Objekte im dreidimensionalen Raum mental manipulieren und vergleichen. Die aufgezeichneten Variablen ermöglichen es den Forschern letztendlich, Reaktionszeiten, Antwortgenauigkeit, Fehlermuster und Leistungsunterschiede über Rotationswinkel, Sichtperspektiven und Stimulusbedingungen (z. B. normale vs. gespiegelte Objekte) zu bewerten. Diese Maßnahmen helfen, die Fähigkeit zur visuospatialen Transformation, die Effizienz der mentalen Rotation und die Entscheidungsfindung unter erhöhter räumlicher Komplexität zu quantifizieren. Alle Variablen können im Variables-Tab der Aufgabe angezeigt und angepasst werden.
Im Folgenden sind einige der informativsten Indikatoren aufgeführt, die Forscher häufig in dieser Version der Aufgabe analysieren:
| Variablenname | Beschreibung |
|---|---|
accuracy | Genauigkeit auf Versuchsebene (1 = korrekt, 0 = inkorrekt) |
accuracy_total | Gesamtzahl der korrekten Antworten über die Versuche |
choice | Antwort, die der Teilnehmer gegeben hat (Tastendruck = K/D oder Schaltflächenklick = "Links" / "Rechts") |
error | Fehler auf Versuchsebene (0 = korrekt, 1 = falsch) |
raised_limb | Gibt an, welches Glied (Arm oder Bein) im Stimulus angehoben wird. |
reaction_time | Die Zeit (in Millisekunden), die der Teilnehmer benötigt, um nach Beginn des Stimulus zu reagieren. |
rotation_angle | Der Grad der Rotation, der während des speziellen Versuchs auf die Figur angewendet wird. |
side | Das angehobene Glied für den präsentierten Stimulus (Links/Rechts). |
stimulus_presented | Dateiname des Bildes, das als Stimulus in jedem Versuch präsentiert wird. |
view | Perspektive der Figur (Vorder-/Rückansicht). |

Datentabelle, die einen Auszug aus einzelnen Versuchsausgaben der Mentalen Rotationsaufgabe (3D Körperrotation) zeigt, einschließlich Genauigkeit, Entscheidung des Teilnehmers, Reaktionszeit, Rotationswinkel, Stimulusseite, angehobenem Glied und präsentiertem Bild.
Diese Studie untersucht, wie Menschen Bilder von menschlichen Körpern mental drehen. Teilnehmer sehen Figuren aus verschiedenen Winkeln und müssen entscheiden, ob ein angehobenes Glied das rechte Glied oder das linke Glied ist.
Technologie hinter der mentalen Rotationsaufgabe 3D für Online- & Laborexperimente
Die mentale Rotationsaufgabe 3D erfordert eine präzise Steuerung der Stimuluspräsentation, der Zeitmessung und der Reaktionsverarbeitung. Labvanced bietet flexible Werkzeuge, die komplexe räumliche Aufgabendesigns in verschiedenen Studienumgebungen unterstützen.
Flexible Präsentation dreidimensionaler Stimuli: Forscher können Stimuli als Bilder oder visuelle Objekte präsentieren, die verschiedene Blickwinkel darstellen. Orientierungsänderungen können durch bedingte Logik definiert werden, die eine systematische Manipulation des Winkelunterschieds über die Versuche hinweg ermöglicht.
Unterstützung von Eingaben über verschiedene Geräte hinweg: Antworten können über Tastatureingaben auf Desktop-Geräten oder durch Schaltflächen auf touchscreenfähigen Geräten gesammelt werden. dieselbe Aufgabenlogik kann wiederverwendet werden, während das Interface an unterschiedliche Hardware angepasst wird.
Desktop-App-Modus für kontrollierte Experimente: Für Studien, die eine stärkere Kontrolle über das Timing oder die Hardware-Integration erfordern, kann die Aufgabe mit der Labvanced-Desktop-App bereitgestellt werden. Dies unterstützt Offline-Tests und die Kompatibilität mit EEG oder anderen LSL-basierten Systemen.
Remote- und Längsschnittstudien-Deployment: Die Aufgabe kann remote durchgeführt und über mehrere Sitzungen hinweg wiederholt werden, was sie für Studien geeignet macht, die die Entwicklung räumlicher Fähigkeiten oder Trainingseffekte über die Zeit untersuchen.
Optionale Integration der Webcam-Augenverfolgung: Forscher können eine webcam-basierte Augenverfolgung integrieren, um das Blickverhalten und die Perspektivenverarbeitung während dreidimensionaler mentaler Rotationsversuche zu analysieren.
Webcam-Augenverfolgung
Fangen Sie Blickmuster und visuelle Aufmerksamkeit mit integrierter, codefreier und begutachteter Webcam-Augenverfolgung ein.
Timing-Präzision
Erfassen Sie Reaktionszeiten, Aufgabendurchführung und mehr mit Millisekunden-Genauigkeit für zeitkritische Aufgaben.
Desktop-App
Führen Sie Studien im Labor mit der Desktop-App durch, die mit EEG und anderer LSL-verbundener Labortechnologie kompatibel ist.
Anpassung der Mental Rotation Task 3D
Es gibt viele Möglichkeiten, diese Mental Rotation Task 3D-Vorlage an spezifische Forschungsfragen anzupassen. Im Folgenden finden Sie einige Themen, nach denen Forscher häufig fragen, wenn es darum geht, diese Aufgabe zu modifizieren.
Blickwinkel- und Rotationsbedingungen
Dreidimensionale Rotationsaufgaben beinhalten oft unterschiedliche Betrachtungswinkel oder Perspektivwechsel. Forscher können mehrere Blickwinkelbedingungen im Factors & Randomization und Trials & Conditions-Panel definieren, um zu steuern, wie sich die Stimulusausrichtung über die Versuche hinweg ändert.
Stimuluspräsentation
Verschiedene Arten von 3D-Stimuli können verwendet werden, indem das visuelle Objekt direkt im Editor ersetzt wird. Forscher können Bilder mit einem Image Object, Text mit einem Text Object oder anderen visuellen Elementen aus dem Objekte-Panel hinzufügen und dann Größe, Position und Erscheinungsbild über das Object Properties-Panel anpassen.
Antwortzuordnung
Tastaturtasten oder Touchscreen-Tasten können umbelegt werden, um verschiedenen Urteilstypen zu entsprechen. Dies könnte durch einfache Modifikationen an den relevanten Ereignissen erreicht werden. Das Gegenbalancieren der Antwortpositionen kann durch Versuchsbedingungen implementiert werden, um motorische Verzerrungen zu reduzieren.
Timing und Aufgabenausführung
Die Frame-Dauer, die Stimulus-Timing und die Antwortfenster können angepasst werden, indem die Frame-Dauern oder verwandte Ereignisse bearbeitet werden. Übungsblöcke und experimentelle Blöcke können ebenfalls separat modifiziert werden, um die erhöhten Schwierigkeiten anzupassen, die oft mit der 3D-mentalrotation verbunden sind.
Wenn Sie noch etwas anderes wissen möchten, können Sie uns gerne schreiben und fragen:
Empfohlene Verwendung und Anwendungen der Mental Rotation Task 3D
Die Mental Rotation Task 3D wird häufig verwendet, um Perspektivübernahme und räumliche Transformationsprozesse zu untersuchen, die Tiefen- und Blickwinkeländerungen beinhalten.
Forschung zur verkörperten räumlichen Kognition: Forscher verwenden diese Aufgabe, um zu untersuchen, wie Individuen Objekte im dreidimensionalen Raum mental transformieren und vorgestellte Blickwinkel verschieben. Reaktionszeitmuster nehmen häufig mit größerer winkelmäßiger Abweichung zu, was die kognitiven Kosten der verkörperten Rotation widerspiegelt.
Forschung zu Entwicklungs- und individuellen Unterschieden: Die Aufgabe wird verwendet, um die Variabilität in der räumlichen Visualisierungsfähigkeit zwischen Individuen und Altersgruppen zu untersuchen. Dreidimensionale Rotationsaufgaben sind besonders empfindlich gegenüber Unterschieden in der Strategienutzung und der räumlichen Erfahrung.
Angewandte und Trainingsforschung: Mental Rotation Task 3D-Paradigmen werden häufig in Studien verwendet, die räumliches Training, simulationsbasiertes Lernen und den Erwerb von Fähigkeiten in technischen Bereichen untersuchen. Da die Aufgabe die Verarbeitung von Tiefeninformationen erfordert, wird sie häufig verwendet, um fortgeschrittenes räumliches Denken zu untersuchen.
Neurokognitive Forschung: Die Aufgabe wird in Studien einbezogen, die die neuronalen Mechanismen untersuchen, die der Perspektivübernahme und der visuellen Vorstellung zugrunde liegen. Forscher kombinieren häufig Verhaltensmaße mit Augenverfolgung oder neurophysiologischen Daten, um die kognitiven Verarbeitungsstufen zu untersuchen.
Referenzen
Dahm, S. F., Muraki, E. J., & Pexman, P. M. (2022). Hand- und Fußauswahl bei mentalen Körperrotationen involviert motorisch-kognitive Interaktionen. Gehirn-Wissenschaften, 12(11), 1500.
Neubauer, A. C., Bergner, S., & Schatz, M. (2010). Zwei- vs. dreidimensionale Präsentation von Mental-Rotationsaufgaben: Geschlechtsunterschiede und Effekte des Trainings auf die Leistung und Gehirnaktivierung. Intelligenz, 38(5), 529–539.
Verwandte Aufgaben
Die Mental 3D Rotation Task passt natürlich zu anderen Aufgaben der räumlichen Kognition in der Aufgabenbibliothek von Labvanced.
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